
EIGENLEBEN – Wie wir unser eigenes Leben entwickeln
Wann ist ein Leben eigentlich das eigene?
Eine einfache Frage, auf die es keine einfache Antwort gibt. Aber für mich ist das nur das eigene auch das erfüllte Leben.
Unser Leben entsteht nicht allein aus unseren persönlichen Entscheidungen. Es wird geprägt von Familie, Beziehungen, Arbeit, Herkunft, Erfahrungen und den Bedingungen, in denen wir leben. Dabei verlieren wir manchmal etwas von unserem Eigenen.
Vieles in unserem Leben wählen wir bewusst. Vieles übernehmen wir. Und manches verändert sich, ohne dass wir es zunächst bemerken. So kann es passieren, dass ein Leben über Jahre gut funktioniert und sich irgendwann trotzdem die Frage stellt, ob es (noch) zu einem passt.
Das Leben verändert sich – wir uns auch
Was mit 25 wichtig war, kann mit 40 eine andere Bedeutung haben. Berufliche Ziele verschieben sich. Beziehungen verändern sich. Kinder werden selbstständiger. Prioritäten ändern sich. Dinge, die einmal Sicherheit gegeben haben, fühlen sich plötzlich eng an. Das bedeutet nicht, dass frühere Entscheidungen falsch waren. Es bedeutet zunächst nur, dass Menschen sich verändern. Die Herausforderung besteht darin, diese Veränderungen wahrzunehmen und ihnen im eigenen Leben einen Platz zu geben.
Zwischen dem, was man tut, und dem, was man will
Unser Alltag ist stark von Pflichten und Notwendigem geprägt. Wir arbeiten, organisieren, kümmern uns, planen und treffen Entscheidungen. Vieles davon ist wichtig und richtig.
Daneben gibt es aber auch einen anderen Bereich: die Frage nach dem, was man selbst eigentlich möchte. Nicht im Sinne einer permanenten Selbstoptimierung. Sondern ganz praktisch:
Was ist mir wichtig?
Womit möchte ich meine Zeit verbringen?
Welche Menschen sollen in meinem Leben eine Rolle spielen?
Welche Arbeit passt zu mir? Was möchte ich lernen oder ausprobieren?
Und wo mache ich Dinge inzwischen nur noch, weil ich sie schon immer so gemacht habe?
Diese Fragen lassen sich nicht mit einer allgemeinen Formel beantworten. Sie sind individuell und verändern sich im Laufe des Lebens.
Ein eigenes Leben ist kein Gegenentwurf zum bisherigen
„Eigenleben“ könnte zunächst so klingen, als müsse man sich von allem Bestehenden lösen.
Das ist nicht gemeint. Ein eigenes Leben kann sehr vertraut aussehen. Derselbe Beruf, dieselbe Stadt, dieselbe Familie. Und trotzdem kann sich etwas verändern: die Art, wie Entscheidungen getroffen werden, welche Prioritäten gesetzt werden und wie viel Raum die eigenen Interessen bekommen.
Manchmal braucht es deshalb keine große Veränderung, sondern eine genauere Betrachtung des Bestehenden.
Was funktioniert? Was funktioniert nicht mehr? Was soll bleiben? Und was braucht eine neue Form?
Raum für die eigene Perspektive
Im Alltag gibt es selten viele Gelegenheiten, sich mit solchen Fragen ausführlich zu beschäftigen.
Zwischen Terminen und Verpflichtungen bleibt häufig nur wenig Zeit, die eigene Situation einmal aus etwas Abstand zu betrachten. Genau dieser Abstand kann hilfreich sein.
Nicht um sofort Antworten zu produzieren, sondern um Zusammenhänge zu erkennen, Gedanken zu sortieren und unterschiedliche Möglichkeiten zu betrachten.
Daraus kann Klarheit entstehen – manchmal über eine konkrete Entscheidung, manchmal zunächst nur darüber, welche Frage überhaupt die richtige ist.
EIGEN/LEBEN
Die Coaching-Methode EIGEN/LEBEN beschäftigt sich genau mit diesem Thema: mit der Frage, wie ein Leben entstehen kann, das stärker mit den eigenen Vorstellungen, Werten und aktuellen Lebensbedingungen übereinstimmt.
Ein Tag reicht dafür nicht aus, das eigene Leben neu zu ordnen. Ein Tag kann aber ausreichen, um einmal bewusst Abstand zu gewinnen, Dinge aus einer anderen Perspektive zu betrachten und sich mit Fragen zu beschäftigen, für die im normalen Alltag oft wenig Zeit bleibt.
Vielleicht geht es am Ende gar nicht darum, ein völlig anderes Leben zu führen. Vielleicht geht es darum, das eigene Leben genauer anzusehen und herauszufinden, was darin wirklich zu einem selbst gehört. Das ist der Ausgangspunkt von EIGEN/LEBEN.